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Portrait

Wer hätte gedacht dass mein Leben so viel geben würde. Niemand konnte sie voraussagen.
Nun will ich auch nicht daran denken was auf mich weiter zukommt und was ich daraus machen werde.
Lebenskunst beginnt bei der Absichtslosigkeit.
Die Rastlosigkeit, die noch heute mein Leben prägt, verlangt immer wieder nach Neubeginn.
Das Leben erscheint doch am schönsten, wenn man frisch verliebt ist! Gelingt es Dir alle Jahre neu, Dich in Deine Umgebung, Dein Atelier, Deine Arbeit zu verlieben, so werden auch intensive Gefühle in Deine Kreationen fliessen.

      

Porträt  Künstler Rolf Knie

Die Passion, die Leidenschaft von Rolf Knie ist der Zirkus. Die Vita zeigt vielfältigste Facetten und Stationen der Zirkuswelt auf; ist Knie doch hineingeboren in den kreativen Kosmos der faszinierenden Welt der Manege. Er gibt sich künstlerisch transparent und menschlich, eben authentisch.
Ob als Clown, als Akteur, als Schauspieler, als komödiantischer Protagonist in diversen Fernseh- und Theaterproduktionen oder seit elf Jahren als Initiator - gemeinsam mit seinem Sohn Gregory - vor dem Publikum des Winterzirkus’ „Salto Natale“ oder nunmehr im vierten Jahr als Produzent des Liebeszirkus’ „Ohlala“.
Rolf Knie lotet stets Grenzen aus. Er sucht den direkten Dialog zwischen Zuschauer und Betrachter und schafft stets Neudefinitionen seines Themas. Die Artisten, Akrobaten, die Clowns oder die exotischen Tiere, aber auch das eigene Erleben und nicht zuletzt das Leben in der Zirkuswelt finden Niederschlag in seiner bildnerischen Malerei. Er agiert als Künstler vor Publikum vergleichbar wie als Kunstschaffender vor der Leinwand.
So stellt sich die Frage, wie sich darstellende Kunst mit bildender Kunst vereinbaren lässt. Wie mag man den Begriff „Kunst“ manifestieren? Letztlich greift bei Rolf Knie alles ineinander. Ihm gelingt der Spagat, er changiert zwischen den Genres - empathischer und unmittelbarer mag und kann es nicht sein. Rolf Knies umfangreiches Werk mit Bildern, Skulpturen und Zeichnungen hat Eingang in namhafte Sammlungen gefunden. Ausstellungen im In- und Ausland bekräftigen seinen Erfolg und seine Position der der aktuellen Kunst.


Die Welt des Clowns

Das Kabinettstück „Lächeln am Fuße der Leiter“ von Henri Miller aus dem Jahre 1948 erzählt die Geschichte eines Clowns, der sich nicht damit zufrieden gibt, Mensche „nur“ zum Lachen zu bringen. Er möchte ihnen Glückseligkeit geben, ihnen „das Geschenk einer unablässigen, stetig sich neu erweckenden Freude“ machen. Die Circusgeschichte beschreibt eine Welt voller Schmerz und Sentiment. Themen der Identitätsfindung, der existentiellen Krisen und des Clownesken bestimmen die Erzählung. In der bildenden Kunst finden sich prominente Beispiele, welche sich dieses Themas annahmen. Maler wie Pablo Picasso, Marc Chagall, Ernst Ludwig Kirchner oder Fernand Léger und Joan Miró fühlten sich zur Welt der Artisten hingezogen. Für sie waren die Motive der Clowns ein melancholisches Sinnbild, eine Metapher für den Künstler, ja für das Leben überhaupt. Bei Rolf Knie ist der Zugang zu den Clowns elementar und authentisch. „Die guten wie schlechten Erinnerungen erlauben mir heute, Clowns überzeugend zu malen. Ich weiß wie sie fühlen, weil ich einer von ihnen war.“ Mit seinen Darstellungen erkennt Rolf Knie mit feinem Spürsinn die menschliche Natur und berührt die Seelen. Er agiert als Meister der Psyche, weiß mit tiefgreifenden und tief empfundenen Werken die Herzen der Betrachter zu erobern. Hier kommt eine Kunst zum Ausdruck, die Rolf Knie als Kind und Artist erlernt und erfahren hat. Die Manege ist der Ort, wo aus Traditionen heraus menschliche Gefühle geweckt werden. Er versteht es zu vermitteln, was er anbietet. Seine Persönlichkeit agiert als Brücke zwischen den Bildern und deren Bewunderern. Von klein auf hatte Rolf Knie eine große Liebe zu den Clowns, aber auch großen Respekt. „Ich war der Meinung, dass es eine gewisse Reife zum Clownsein braucht. Ein Clown ist sicher keiner, der den ganzen Tag herumblödelt. Er ist viel eher eine Art Philosoph und läuft keineswegs ständig mit seiner Pappnase umher. Zum Clownsein gehört eine Art Hintergründigkeit. Er ist sicher immer ein sehr sensibler Mensch, hat eine dünne Haut. Er ist verletzbar und deshalb geeignet, das Leben zu parodieren. Wie er das Leben handhabt – immer ist es zum Auslachen, aber nie darf es debil sein. Dies zu treffen, zum Auslachen ja, aber nie kränkend zu sein – das macht den Clown.“